Elentrea

Elentrea war das Reich der Priesterkaiser südlich des Felsenmeeres und zugleich der Name seiner Hauptstadt. Das Reich entstand nach 1000 v.EC, verlor 600 v.EC mit dem Palast des Lichts seine Mitte und war unter den Königen aus dem Haus Donnerbruch noch einmal eine Großmacht. 297 v.EC brach es mit dem Tod des letzten Priesterkaisers und der schwarzen Pest zusammen. Auf den Ruinen der Hauptstadt wurde 231 v.EC Bayard gegründet; Yadosien versteht sich als Nachfolger Elentreas (Viertes Zeitalter).
Elentrea
Elentrea Elentrea

Elentrea war das Reich der Priesterkaiser südlich des Felsenmeeres und zugleich der Name seiner Hauptstadt. Das Reich entstand nach 1000 v.EC, verlor 600 v.EC mit dem Palast des Lichts seine Mitte und war unter den Königen aus dem Haus Donnerbruch noch einmal eine Großmacht. 297 v.EC brach es mit dem Tod des letzten Priesterkaisers und der schwarzen Pest zusammen. Auf den Ruinen der Hauptstadt wurde 231 v.EC Bayard gegründet; Yadosien versteht sich als Nachfolger Elentreas (Viertes Zeitalter).

Das Priesterreich (1000–600 v.EC)

In Elentrea waren die Priesterkaiser Häupter der Kirche und des Reichs. Ihr Sitz war der Palast des Lichts auf dem Hügel in der Mitte der Stadt. Die Tempel des Chronar, des Algor und der Nadal im heutigen Bayard stehen auf Stätten, die schon in Elentrea heilig waren. Gelehrte und Künstler wie Salvador Rias arbeiteten am Hof.

620 v.EC wurde in der Stadt die Bruderschaft des rechten Glaubens gegründet. 600 v.EC führte sie den Sturm auf den Palast des Lichts an, der dabei nahezu zerstört wurde. Die Palastwache Helene Arvados hielt allein die Pforten, bis die Priesterkaiser geflohen waren, und fiel. Der Heilige Stab der Priesterkaiser verschwand in dieser Zeit. Man munkelt, ein Zirkel von Chronarpriestern habe unter dem Palast etwas gerufen, das nicht der Schöpfung entsprungen war (siehe Chronar).

Maison und Krone (600–330 v.EC)

Nach dem Fall des Palasts blieben die Priesterkaiser Häupter der Kirche. Sie ließen am Nordrand der Stadt um ein altes Heiligtum Chronars die Maison de la Patrimoine Dieu bauen, eine befestigte Anlage mit doppelt vergittertem Torhaus, Kirche, Ratssaal und einem Friedhof, in dem sie bestattet wurden. Im Hof der Maison stand eine Statue der heiligen Helene. Kirche und Hof nannten sich Patrimonium Dei.

Weltlich regierten Könige, spätestens seit 402 v.EC das Haus Donnerbruch. König Berthold von Donnerbruch besetzte in diesem Jahr Thenon, Tirving und mehrere Provinzen Asgorans. 345 v.EC erhoben sich die Thenoner Reeder, und es folgten fünfzehn Jahre Krieg, den spätere Chronisten nach dem Land am Yadir den Ersten Yadosisch-Asgoraner Krieg nennen. Er zehrte Elentrea aus, während im Norden Meridian erstarkte. Im Haumond 330 v.EC schloss König Jaques von Donnerbruch in seinem Jagdschloss in Wiesengrund, nahe der Hauptstadt, den Wiesengrund-Vertrag und gab Asgoran frei.

Der letzte Priesterkaiser (330–297 v.EC)

Noch im Herbst 330 v.EC starb der Priesterkaiser Francois III. Jaques legte die Krone ab und wurde zum Priesterkaiser gewählt. Damit lagen Krone und Kirche zum ersten Mal seit 600 v.EC wieder in einer Hand. Amtlich hieß er Jaques d'Elentrea; diesen Namen nahmen die Priesterkaiser der Maison bei ihrer Salbung an. Seit wann der Brauch galt, ist nicht überliefert. Das Volk nannte ihn Jaques Jamais: Die erste Bittschrift des Rats der Laien nach dem verlorenen Krieg soll er mit diesem einen Wort beantwortet haben.

In den folgenden dreißig Jahren wuchs die Unzufriedenheit mit dem Patrimonium. In den Vororten kam es immer wieder zu Unruhen, die die Garde d'airain hart niederschlug. Um 300 v.EC sammelte Almand Fretonas im Dorf Wiesengrund, wo das Patrimonium nach dem Krieg Veteranen angesiedelt hatte, Anhänger gegen den Priesterkaiser.

Ende 299 v.EC kam die schwarze Pest aus dem Osten über Hadewald in die Stadt. Gleichzeitig erhoben sich die Aufständischen aus Wiesengrund. In der letzten Nacht des Jahres 297 v.EC, dem höchsten Fest des Chronar, starb Jaques Jamais, und die Maison ging in Flammen auf. Ein neuer Priesterkaiser wurde nicht mehr gewählt. Man erzählt, der letzte Priesterkaiser habe sich in seinen letzten Jahren mit verbotenen Schriften befasst und sei zuletzt kaum noch unter Menschen gegangen.

Zerfall (297–231 v.EC)

Die Pest entvölkerte in den folgenden Jahren das Umland der Hauptstadt und zog bis etwa 290 v.EC über die Gegend des späteren Yavon nach Meridian weiter. Wer konnte, floh. 270 v.EC gründeten Kaufleute und Hohepriester, zumeist Flüchtlinge aus Elentrea, das Reich Yavon. Auf dem Gebiet des alten Reichs entstanden etwa 200 kleine „Reiche“, die größten aus drei bis vier Weilern. Als die zweite Welle der Pest um 250 v.EC auch das Gebiet des alten Elentrea erreichte, versorgte in den Ruinen der Hauptstadt allein der Albertinenorden die Kranken. 231 v.EC wurde auf den Ruinen Bayard gegründet. Damit gilt das Reich Elentrea als endgültig untergegangen.

Was von Elentrea blieb

  • Die Sprache Elentreas lebt im Yadosiaise fort, der Sprache Bayards.
  • Der Hügel in der Mitte Bayards besteht zum Teil aus dem Schutt der alten Stadt. Unter den Straßen sollen noch die Ruinen des Palasts des Lichts liegen.
  • Die Statue der heiligen Helene von Salvador Rias steht heute auf dem Helenenplatz in Bayard.
  • Auf den Grundmauern der Maison stehen heute im Nordviertel Bayards der Tempel des Chronar und das Haus des Hohepriesters.
  • 311 v.EC tauchte der Heilige Stab der Priesterkaiser in Thenon wieder auf. Dass er echt ist, bezweifeln manche Gelehrte.
  • Man erzählt, schon im alten Elentrea habe man mit Druckplatten und Pressen gedruckt.
  • Das Konzil Elentrea, das ab 537 EC in Yavon entsteht, trägt den Namen des alten Reichs.

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Patrimonium Dei

Patrimonium Dei

Das Patrimonium Dei war der Gottesstaat der Priesterkaiser von Elentrea und zugleich der heilige Orden, dem seine Amtsträger angehörten. Es hatte seinen Sitz in der Maison de la Patrimoine Dieu am Nordrand der Stadt Elentrea, die auch Chateau Dieu oder Sacre Complexe genannt wurde. Mit dem Tod des letzten Priesterkaisers Jaques Jamais in der letzten Nacht des Jahres 297 v.EC und dem Brand der Maison endete das Patrimonium. Der größte Tempel des Chronar in Bayard steht auf den Grundmauern der Maison de la Patrimoine Dieu, die die Priesterkaiser nach 600 v.EC um ein altes Heiligtum Chronars gebaut hatten.

Haus Donnerbruch

Haus Donnerbruch

Das Haus Donnerbruch war das Königshaus von Elentrea, spätestens seit 402 v.EC. Sein letzter König, Jaques von Donnerbruch, legte 330 v.EC die Krone ab und wurde als Jaques Jamais der letzte Priesterkaiser. Seitenlinien des Hauses lebten weiter. Eine davon ist das yadosische Haus de Tonnerre. Ihm gehörte Fürst Bertram de Tonnerre an, den der Rat Yadosiens zum König bestimmte und der 390 EC vergiftet aufgefunden wurde; seit der Krönung Marina de Tonnerres 400 EC stellt das Haus die Könige Yadosiens.