Bayard

Bayard ist die Hauptstadt Yadosiens und Sitz des Königshauses. Die Stadt wurde 231 v.EC auf den Ruinen von Elentrea gegründet, der Hauptstadt des untergegangenen Priesterreichs Elentrea (Viertes Zeitalter). Um 500 EC hat sie etwa 11.000 Einwohner.
Bayard
Bayard Bayard

Bayard ist die Hauptstadt Yadosiens und Sitz des Königshauses. Die Stadt wurde 231 v.EC auf den Ruinen von Elentrea gegründet, der Hauptstadt des untergegangenen Priesterreichs Elentrea (Viertes Zeitalter). Um 500 EC hat sie etwa 11.000 Einwohner.

Die Stadt

Bayard gilt als die schönste Stadt Tirakans. Wer sich ihr vom Meer her nähert, sieht zuerst die farbigen Türme der Akademie auf dem Hügel, dann die Kuppeln der Tempel und die hellen Fassaden der Villen und Handelshäuser, die sich bis an die Mauern drängen. Die Stadt ist aus hellem Stein gebaut. Die Häuser der Reichen haben Arkaden, Innenhöfe und Gärten mit Weinlauben, in den älteren Vierteln sind die Gassen eng und verwinkelt. Unter vielen Häusern liegen Keller und Gewölbe, die älter sind als die Häuser selbst.

Als Hauptstadt eines Landes der Künste, des Weines und des Müßiggangs war Bayard lange eine offene Stadt. Gelehrte, Künstler und Magier aus allen Reichen lebten hier, jede Kultur und jeder Glaube war willkommen. In Bayard wurde der Buchdruck erfunden, hier standen einige der angesehensten Akademien der menschlichen Reiche, und in den Tavernen sprach man über Bücher und Wein. Die Stadtsprache ist Yadosiaise, das auf die Sprache des alten Elentrea zurückgeht. Seit dem Reich der Schlange stehen von dieser Pracht vor allem noch die Fassaden.

Lage und Stadtbild

Bayard liegt am Meer. Die Stadtmauer bildet ein gestrecktes Achteck mit Türmen an den Ecken, vor der Nordmauer liegt der Hafen zwischen zwei Hafenmauern. In der Mitte erhebt sich ein Hügel mit einem ummauerten Bezirk: auf der einen Seite das Schloss Bayard, der Palast, auf der anderen die Akademie der Hohen Magie. Deren Turm, Türmchen und Brücken wechseln seit einem fehlgeschlagenen Experiment des Magisters Alram Quetschhorn ständig die Farbe. Der Hügel besteht zum Teil aus dem Schutt des alten Elentrea. Vor ihm liegt der große Marktplatz, von dem aus man den besten Blick auf die Akademie hat. Die größte Straße ist die Bürgerkriegsallee, die Königin Marina 400 EC so benannte.

Bekannte Orte der Stadt:

  • Der Tempel des Chronar im Nordviertel gleich hinter dem Hafentor, der größte Tempel der Stadt. Er und das Haus des Hohepriesters stehen auf den Grundmauern der Maison de la Patrimoine Dieu, des Sitzes der letzten Priesterkaiser (Patrimonium Dei).
  • Die Tempel des Algor im Westviertel und der Nadal im Ostviertel. Wie der Tempel des Chronar stehen sie auf Stätten, die schon in Elentrea heilig waren.
  • Der Helenenplatz mit der Statue der heiligen Helene Arvados, einem Werk des Bildhauers Salvador Rias. Auf ihrer Schulter sitzt ein steinerner Rabe.
  • Die Taverne „Salvadors Spiegel“, seit dem alten Elentrea ein Treffpunkt von Gelehrten. Ihren Namen hat sie von einem Spiegel des Salvador Rias im oberen Stock, in dem man sein wahres Ich sehen soll.
  • Die Albertinenkapelle im Südviertel, Sitz des Albertinenordens. In ihrer Gruft liegt der Dichter Rene Luimere.
  • Die Akademie der Arkanen Künste im Südviertel.
  • Die Statue des Baron Margona, des Gründers der Inquisition Magica, auf dem Marktplatz und die verfallene Statue des Generals Albert de Amsuine an der Bürgerkriegsallee.

Geschichte

  • 231 v.EC Gründung auf den Ruinen Elentreas.
  • 98 v.EC Thandralf le Cruel erobert Bayard und lässt es niederbrennen.
  • 28 v.EC Adam Vignoble wird König von Yadosien, baut den Palast wieder auf und macht Bayard wieder zur Königsstadt.
  • 195 EC Gründung der Inquisition Magica in Bayard.
  • 262 EC Jean Bienmont erfindet in Bayard den Buchdruck.
  • 277 EC Gründung der Akademie der Arkanen Künste.
  • 410 EC Ein gefangener Echsenpriester wird über die Bürgerkriegsallee in die Stadt gebracht und im hohen Turm der Akademie eingesperrt.
  • 490 EC Der Echsenpriester ruft in Bayard das Reich der Schlange aus.
  • um 495 EC Das Los der Schlange wird eingeführt.
  • 505 EC Ein Flügel der Akademie der Arkanen Künste brennt ab.

Bayard im Reich der Schlange

Seit 490 EC sind alle Akademien geschlossen, ebenso der Tempel der Nadal. Der Tempel des Algor ist offen, aber fast leer. Gefühllose bewachen das Stadttor und gehen in Streifen durch die Straßen. Etwa jeder fünfte Bürger ist ein leerer Mensch; die übrigen sind meist resigniert und zurückhaltend. Fremde Händler kommen nicht mehr, viele Handelshäuser sind verriegelt. Ob noch ein Mensch auf dem Thron sitzt, weiß niemand.

Man erzählt sich, unter den Straßen lägen noch immer die Ruinen des Palasts des Lichts, und manche wollen in stillen Nächten Wasser unter dem Pflaster rauschen gehört haben.

Entdecken

Salvador Rias

Salvador Rias

Salvador Rias (622–570 v.EC) war Gelehrter und Künstler in Elentrea. Er arbeitete als Maler, Bildhauer und Dichter und befasste sich mit der Sternkunde (Viertes Zeitalter).

Albertinenorden

Albertinenorden

Der Albertinenorden ist ein kleiner Orden von Heilerinnen und Heilern unter dem Schutz der Nadal. Er hat seinen Sitz in der Albertinenkapelle im Südviertel von Bayard. Im Volk heißen die Schwestern Albertinerinnen. Sie pflegen Kranke, vor allem mit Kräutern und Fürsorge.

Helene Arvados

Helene Arvados

Helene Arvados (633–600 v.EC) war eine Wache des Palasts des Lichts, des Sitzes der Priesterkaiser von Elentrea. Berühmt wurde sie durch ihren Tod: Als 600 v.EC Unruhen das Priesterreich erschütterten und die Bruderschaft des rechten Glaubens den Palast stürmte, hielt sie allein und nur mit einem Schwert die Pforten, bis die Priesterkaiser geflohen waren (Viertes Zeitalter). Sie verlor dabei ihr Leben. Wenige Jahre später wurde sie im zerstörten Elentrea heiliggesprochen.