Kalkgänger sind stumme Leiber aus den trockenen Randkammern alter Gewölbe. Unter Arnsbruck und an anderen alten Orten sollen sie in verschlossenen Kammern liegen.
Erscheinung
Ihre Haut ist blass und rissig, an Gelenken und Schultern sitzen harte Ablagerungen aus Kalk und Salz. In den Rissen ihrer Gesichter liegen noch Zähne, aber kein Mund bewegt sich. Manche tragen Reste von Arbeitskleidung, Reisemänteln oder Begräbnisstoffen. Sie riechen nicht nach Verwesung; bei jeder Bewegung rieselt feiner Staub aus den Fugen.
Verhalten
Kalkgänger stehen reglos zwischen Geröll und Nischen, bis eine Kammer geöffnet wird oder lebendige Stimmen und Schritte durch den Stein dringen. Dann wenden sie sich der Quelle zu. Sie sprechen nicht und zeigen keine Erinnerung an ihr früheres Leben. Ein einzelner ist langsam. Mehrere drängen sich um ein Ziel, greifen nach Armen und Beinen und ziehen es in enge Stellen zurück. Sie finden Lebende an Atem und Schritten, auch im Dunkeln.
Fragen für die Runde
- Entstehen Kalkgänger aus Verstorbenen, oder bilden die Gewölbe sie nach?